Digitalisierung – Realität und Fiktion

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 “Digitalisierung ist der neue “Hype”. Hypes sind gerade in der Anfangsphase eine Mischung aus Fantasie und Realität.

Mit diesem Artikel beginne ich eine Blogserien über das Thema “Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft”.

Digitalisierung ist derzeit bereits Realität

Auf Basis des großen Erfolgs des Internet, verbunden mit der Verfügbarkeit von schnellen Internetanbindungen, gerade auch auf mobilen Endgeräten, und dem Erfolg der Sozialen Medien hat sich eine breite Akzeptanz dieser gesamten Technologien entwickelt. Zur Speicherung großer Datenmengen müssen keine aufwendigen Rechenzentren mehr selbst betrieben werden. Unendliche Rechenleistung kann “on-Demand” aus der Cloud zugekauft werden. Dies schafft Flexibilität und reduziert die Fixkosten für viele Anwendungen. Die dort gelagerten Massendaten können mit leistungsfähigen Analysetools zu aussagekräftigen Nutzerprofilen zusammengefasst werden. Ohne mobiles Internet und “Social Media” ist unser Alltag kaum mehr denkbar.

 

Wesentliche Treiber der Digitalisierung sind also:

  • kostengünstiger und verfügbare Internetzugänge
  • hohe Akzeptanz von “Social Media”
  • Verbreitung mobiler Endgeräte mit Internetzugang
  • zunehmendes Cloud Computing
  • Nutzung von BigData für Profiling

 

Unternehmen sollten Digitalisierung nicht unterschätzen

Natürlich ist Digitalisierung derzeit ein Hypethema, über das sich gerade auch die Berater freuen. Dennoch sollten Unternehmen das Thema nicht unterschätzen und keinesfalls aussitzen. Warum?

  • Die angesprochenen Treiber der Digitalisierung ermöglichen zunehmend “disruptive Innovationen”. Es entstehen komplett neue Geschäftsmodelle mit verschobenen Wertschöpfungsketten. Es entstehen Wettbewerber aus ganz neuen und branchenfremden Bereichen. Die Technologien ermöglichen diesen neuen Geschäftsmodellen eine sehr schnelle Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Startups mit derartigen Geschäftsmodellen können die Digitalisierung von der “grünen Wiese” aus schneller und kostengünstiger umsetzen, als dies bestehen Unternehmen können. Der gesamte Wettbewerb in vielen Branchen wird sich verschieben. Unternehmen sollten deshalb nicht nur auf bekannte Wettbewerber achten.
  • Das Kundenverhalten ändert sich ebenfalls. Jüngere Generation wachsen als “digital natives” auf und leben viel tiefer in den elektronischen Welten, als alle anderen Generationen zuvor. Sie werden immer mehr zum Treiber der Digitalisierung. Sie fordern sowohl im privatwirtschaftlichen Bereich, wie auch im öffentlich-rechtlichen Bereich eine umfassende elektronische Abwicklung. Organisation können sich diesem Kundenwunsch nicht länger verschließen.
  • Sie hinterlassen aber auch einem umfassenden elektronischen Fußabdruck in der digitalen Welt, der durch “BigData” neue Erkenntnisse liefert. Dieser Erkenntnisgewinn über das Nutzerverhalten hat gravierende Auswirkungen auf die Produkt- und Dienstleistungsgestaltung in Internet. Unter dem Stichwort “Mass-Customization” wird eine stark personalisierte Produktion möglich.
  • Mobile Technologien und schnelle Internetverbindungen bringen elektronische Produkte und Dienstleistungen an fast jeden Ort der Welt. Damit wird die gesamte Erde zum Marktplatz, aber auch zum Wettbewerb. Produkte und Dienstleistungen können und müssen an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Dies verändert unsere Lebensgewohnheiten.

 

Warum ist Digitalisierung derzeit noch eine Vision?

  • Die reale Welt besteht nicht komplett aus Bits und Bytes. Es wird auch weiterhin materielle Produktion stattfinden müssen. Die Prozesse in der Produktion und um die Produktion herum werden sich verändern, digitaler werden. Dennoch bleiben Teile davon immer materiell.
  • Digitalisierung ist kein einfaches Thema. Aufgrund der Komplexität des Themas und der bestehenden und neuen IT-Systeme insgesamt wird die Digitalisierung nicht überall sofort umgesetzt werden können.  Digitalisierung bedeutet auch den weiteren Ausbau von Kommunikations-Infrastruktur in unserem Land. Mit den Möglichkeiten wachsen auch die Anforderungen an die Infrastruktur. Dieser Ausbau erfolgt nicht mal so nebenbei.
  • Aufgrund der Komplexität auf der einen Seite und dem digitalen Fingerabdruck auf der anderen Seite, spielt das Thema IT-Sicherheit eine wesentliche Rolle. Kriminelle Personen sind weltweit aktiv und erhalten teilweise auch finanzielle Unterstützung von diversen Staaten. Im Bereich IT-Sicherheit wird es immer ein “Katz-Und-Maus-Spiel” bleiben. Eine umfassende Sicherheit wird immer eine Fiktion bleiben.
  • Es gibt eine Gruppe von so genannten “digital natives”, die sicher mit dem Internet und neuen Technologien umgehen können. Es gibt eine große Gruppe an Personen, die zwar regelmäßige Nutzer von Anwendungen wie “Facebook” und “WhatsApp” sind, dennoch keine ausreichende Medienkompetenz bzw. Technologieverständnis haben. Dann gibt es noch eine Gruppe von Personen, die nur wenig mit dem Internet arbeiten. Die Verteilung der Personen zu den einzelnen Gruppen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie verschiedene Studien zeigen, Bildung spielt dabei aber immer eine zentrale Rolle. Die Technologie und die Möglichkeiten werden sich bei der Digitalisierung deutlich schneller Entwickeln als die Kompetenz der großen Masse.
  • Für viele Fragestellungen gibt es noch keine ausreichende bzw. angemessene gesetzliche Grundlage. Viele Gesetze sind noch nicht ausreichend an die Technologien angepasst. Vielfach sind es Gesetze einzelner Ländern, die den globalen Aspekt nicht berücksichtigen. Dies führt derzeit noch zu Behinderung bzw. Rechtsunsicherheit.
  • Digitalisierung birgt noch weitere Gefahren, die wir immer auch mal wieder in weiteren Artikeln behandeln werden. Diese Gefahren müssen jeweils einzeln für jedes Unternehmen bewertet werden und es müssen Strategien zur Gefahrenabwehr getroffen  werden.

 

Aufgrund der schnellen Entwicklung werden sich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion ebenfalls sehr schnell verschieben.

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In unserem nächsten Beitrag werden wird über die Digitalisierungsstrategie bloggen.

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By |2018-08-19T16:15:06+00:00September 27th, 2016|Allgemein, Digitalisierung, IT|0 Comments

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